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Universitätsbibliothek Heidelberg
Status: ausleihbar

HEDD-Bestellung möglich
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Signatur: 2011 A 9867   QR-Code
Standort: Hauptbibliothek Altstadt / Freihandbereich Monograph  3D-Plan
Exemplare: siehe unten
Verfasser:Nettelbeck, Uwe   i
Titel:Keine Ahnung von Kunst und wenig vom Geschäft
Titelzusatz:Filmkritik 1963 - 1968
Mitwirkende:Nettelbeck, Sandra [Hrsg.]   i
Verf.angabe:Uwe Nettelbeck. Hrsg. von Sandra Nettelbeck
Verlagsort:Hamburg
Verlag:Philo Fine Arts
Jahr:2011
Umfang:319 S.
Gesamttitel/Reihe:Fundus-Bücher ; 196
ISBN:978-3-86572-660-5
Abstract:Dieser Filmkritiker verlor sein Herz im Bahnhofskino. Seine Liebe galt nicht der anerkannten Filmkunst, sondern den Western, Krimis, Komödien und wieder den Western. In ihnen entdeckte er Witz, Eleganz, Schönheit. Er schwänzte die Sonntagsmatinee und schaute sich dafür Will Tremper oder Sam Peckinpah oder Sergio Leone an. Und als er sich Jean-Luc Godard oder Stanley Kubrick zuwandte, mussten sie sich schon an Budd Boetticher oder Anthony Mann messen lassen. Kein Freund von Politfilmen, die ihre Thesen wie Transparente vor sich hertragen, sah er von Anfang an den Film, gerade auch den scheinbar trivialen, als Teil und Akteur gesellschaftlicher Umbrüche und politischer Auseinandersetzungen. Uwe Nettelbeck wurde zum streitbaren Verteidiger derer, die sich damals in Deutschland dem kulturellen Establishment entgegenstellten: Hellmuth Costard, Vlado Kristl, Martin Müller, Jean-Marie Straub. "Als er zu schreiben anfing, hatte der 1940 geborene Uwe Nettelbeck bereits eine fastklassische Laufbahn mit Renitenz und ständigem Durchfallen in den teureren Internaten der frühen Bundesrepublik hinter sich, die ihn zum idealen Rezensenten von Schlöndorffs "Jungem Törleß" machte... Nettelbeck schwärmt vom Kino wie ein Kind und ist dabei sein strengster Kritiker. Er kann Stanley Kubrick bei dessen "Odyssee im Weltraum" Millionenverschwendung vorhalten und weiß doch, dass er zu den wenigen Filmen gehört, die kinosüchtig machen. Er stellt Alexander Kluges "Abschied von gestern" neben Will Trempers "Playgirl", verweigert Pasolinis Evangelium nach Matthäus die seinerzeit vorgeschriebene Ehrerbietung, wirft sich für Jean-Marie Straub und Vlado Kristl in die Schanze und erklärt Godard zum Vorbild, an das einfach keiner heranreicht... In der offiziellen Chronik der Zeit wird Nettelbeck später mit dem läppischen Prädikat "begabt" ausgezeichnet. Gehen musste der Begabte dennoch; die Zahl der (negativen) Leserbriefe war nicht das geringste Argument gegen seine Weiterbeschäftigung. Er hatte aber auch genug - genug vom Film, genug vom Schreiben über Film, bald vom Schreiben überhaupt. Aus dem Filmkritiker wurde ein Musikproduzent, der so genannte Krautrock-Bands wie "Faust" betreute" (SZ)
URL:Rezension: http://www.perlentaucher.de/buch/37603.html
Schlagwörter:(s)Film   i / (z)Geschichte 1963-1968   i / (f)Aufsatzsammlung   i
 (s)Filmkritik   i / (z)Geschichte 1963-1968   i
Sprache:ger
RVK-Notation:AP 57700   i
SWB-PPN:353010642
Verknüpfungen:→ Übergeordnete Aufnahme
Exemplare:

SignaturQRStandortStatus
2011 A 9867QR-CodeHauptbibliothek Altstadt / Freihandbereich Monographien3D-Planausleihbar
Mediennummer: 10365581

Permanenter Link auf diesen Titel (bookmarkfähig):  http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/titel/67121534   QR-Code
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