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Universitätsbibliothek Heidelberg
Standort: ---
Exemplare: ---
 Online-Ressource
Titel:"Lorscher Rotulus" - Universitätsbibliothek Frankfurt a.M., Ms. Barth. 179
Verlagsort:[Lorsch]
E-Jahr:0843
Jahr:[um 860 bis 876 (BISCHOFF 1989); wohl nach 843 bis 876 (HOFFMANN 2004a)]
Format:Format: 257 x 23,5-24,5 cm; Zusammensetzung: zusammengenäht aus vier Pergamentstücken von unterschiedlicher Länge (ca. 67 cm, 68,5 cm, 78 cm u. 46 cm), an den Nahtstellen mit doppelten Säumen, so dass sich die Enden der einzelnen Stücke jeweils ca. 2 cm überdecken, am oberen Ende der Rolle ein Ansatzstreifen (ca. 2,5 cm); oben und unten Stäbe mit Knäufen zum Aus- und Einrollen
ErscheinungsAng:Lorsch (BISCHOFF 1989)
URL:Kostenfrei: Digitalisierung: http://bibliotheca-laureshamensis-digital.de/view/ubffm_msbarth179
 : PDF-Katalogisat: http://www.ub.uni-heidelberg.de/digi-pdf-katalogisate/sammlung50/werk/pdf/ubffm_msbarth179.pdf
URN:urn:nbn:de:bsz:16-diglit-63289
Datenträger:Online-Ressource
Dokumenttyp:Handschrift
Sprache:lat
(Sekundärform):Online-Ausg.
(Umfang):Online-Ressource
(Ort):Heidelberg
(Verlag):Univ.-Bibl., Bibliotheca Laureshamensis - digital
(E-Jahr):2011
Bibliogr. Hinweis:Faks.: Der Lorscher Rotulus. Ms. Barth. 179, Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a. Main (Codices selecti 99), [Graz 1994]
Sonst. Schlagwort:(f)Besitzvermerk/Exlibris ; (f)Neumen / (f)Buchmalerei
Informationen zur Handschrift:Typus (Überlieferungsform): Rotulus
 Schriftraum: 18,5-19 cm breit (Schriftrichtung parallel zur Schmalseite des Rotulus)
 Spaltenanzahl: Z. 2-187 3 Spalten; Z. 188-214 2 Spalten; Z. 215-244 1 Spalte
 Zeilenanzahl: recto 244 Zeilen (ohne spätere Hinzufügung und Notiz am Ende); verso s. Nachträge und Benutzungsspuren
 Schriftart: karolingische Minuskel
 Schreibstil: Jüngerer Lorscher Stil (Spätphase)
 Angaben zu Schrift / Schreibern: von einer Hand geschrieben; "wahrscheinlich von derselben Hand" wie die Sakramentarfragmente →Augsburg, UB, Cod. I.2.4° 1 bzw. Erlangen, UB, Ms. 2000 (BISCHOFF 1989), nach HOFFMANN 2004a u. 2004b zumindest verwandt wie auch mit dem Sakramentarfragment →New York, Ms. 59; zu einzelnen Schriftmerkmalen (auch zu denen der Nachträge auf der Verso-Seite) s. HOFFMANN 2004a; Z. 188-192 Omnes-Reihe von derselben Hand vermutlich (in zuvor freigelassenen Raum nach der Anrufung der Jungfrauen) eingetragen, nachdem der Rest des Rotulus bereits fertiggestellt war (KRÜGER 2004; vgl. insb. die Verteilung der Quadrate auf den Seitenrahmen)
 Layout: Incipitzeile in roter Capitalis quadrata, danach 3 Zeilen in Gold, Silber und wieder Gold (Anrufung des Herrn, Christi und Marias) in Capitalis rustica mit roten Anfangsbuchstaben; in Capitalis rustica auch das S von Sancte bzw. Sancta (zeilenweise wechselnd in Gold und Silber), die Anfangsbuchstaben (stets in Rot) der Heiligennamen, der vollständige Name des Lorscher Klosterpatrons Nazarius (in Gold; Z. 28, links), die Zwischenüberschriften Z. 99 zu den Bekennern bzw. Z. 153 zu den Jungfrauen (in Gold mit dem jeweils ersten Buchstaben in Rot) sowie die Anfangsbuchstaben der auf die Anrufung der einzelnen Heiligen folgenden Omnes-Reihe (in Gold, Rot, Silber und danach wieder Rot und Gold; Z. 188-192) und der Fürbitten (immer in Rot, außer Z. 240 zu Beginn der Anrufung Christi, hier in Gold); ein goldenes Kreuz über dem Namen Ludwigs d.Dt.; unterhalb der ersten zwei Textblöcke (Anrufung der Heiligen bzw. Bekenner) sind Freiräume, wohl für Nachträge, stehengeblieben; s. auch Buchschmuck
 Nachträge und Benutzungsspuren: recto, rechts neben Z. 238-244 u. darunter "Ut gentes, que in sua feritate confidunt ... audi nos" Nachtrag (mit Verweiszeichen zu Z. 237), sicher nicht von einer Lorscher Hand (ähnlich einer Hand des 10. Jh., die auf einer Urkunde Ludwigs d.Dt. von 874 für das Frankfurter Stift eine Notiz hinterlassen hat) (HOFFMANN 2004a) – verso 1) Votivmesse für einen Fieberkranken (10. Jh.; 24 Z. auf 23 x 18,5 cm; Schrift teilweise bis zur Unkenntlichkeit verblasst; Überschrift und Rubriken in Capitalis rustica); 2) Messgebete (27 Z. auf 25,5 x 18 cm; dem vorhergehenden Messformular unmittelbar angefügt; Rubrik in Capitalis rustica); 3) Schatz- und Bücherverzeichnis der Frankfurter Kirche (Ende 10. Jh. [zu verschiedenen Datierungsansätzen, 10.-12. Jh., s. POWITZ 1974]; 16 Z. auf 17,5 x 21,5 cm); 4) Anfang eines Dreikönigsspiels (Anfang 11. Jh.; 4 Z. auf 4 x 21,5 cm; mit Neumen) (die Datierungen nach BISCHOFF 1989; HOFFMANN 2004a datiert Nachtrag1 auf möglicherweise Ende 10. Jh. und sieht Ähnlichkeiten zu einem mittel- oder oberrheinischen Skriptorium, die restlichen drei Nachträge datiert er um 1000 und wirft die Frage auf, ob sie in einem Frankfurter Skriptorium entstanden sein können) – recto verblasste, evtl. auch radierte, Heiligengruppen zusammenfassende (z.B. rechts über Z. 5 "om[ne]s angeli") Hinzufügungen aus dem 10. Jh. (BISCHOFF 1989; HOFFMANN 2004a); recto (unter Z. 244) Notiz aus dem (frühen ?) 18. Jh. (POWITZ 1974) über das Schriftalter des Rotulus; s. auch Angaben zu Schrift / Schreibern
 Zustand: ungefähr in der Mitte des obersten Pergamentstücks ein großer, sich über die gesamte Breite des Rotulus erstreckender blauer Tintenfleck (Lesbarkeit z.T. beeinträchtigt), vergossen wohl zwischen 1930 und 1964 (KRÜGER 2004)
 Provenienz: Lorsch (KRÄMER 1989); Frankfurt a.M. (BISCHOFF 1989 u. 1998; KRÄMER 1989)
 Kommentar zur Provenienz: seit spätestens Ende des 10. Jh. im Besitz des Frankfurter Domstifts (s. Nachträge und Benutzungsspuren); bis 1994 aufbewahrt in einer hölzernen Rundkapsel, die einen Besitzvermerk des Frankfurter Stifts vom Ende des 15. Jh. sowie den Rotulus betreffende Notizen aus dem 17. Jh. aufweist (s. POWITZ 1974 u. KRÜGER 2004); 1802 in die Stadtbibliothek Frankfurt (KRÜGER 2004)
Literaturhinweise zur Handschrift:FALK, Franz: Beiträge zur Rekonstruktion der alten Bibliotheca fuldensis und Bibliotheca laureshamensis (Beihefte zum Centralblatt für Bibliothekswesen 26), Leipzig 1902, S. 53; SCHILLING, Rosy (Bearb.) u. Georg SWARZENSKI (Hg.): Die illuminierten Handschriften und Einzelminiaturen des Mittelalters und der Renaissance in Frankfurter Besitz, Frankfurt a.M. 1929, S. 2f., Tf. 3; SCHNITZER, Paul (Bearb.): Handschriften aus dem Kloster Lorsch. Zur 1200-Jahrfeier der Stadt Lorsch im Jahre 1964 [...]. Katalog, [Lorsch 1964], S. 12, Nr. 18; POWITZ, Gerhard, in: ders. u. Herbert BUCK, Die Handschriften des Bartholomaeusstifts und des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main (Kataloge der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main 3.2), Frankfurt a.M. 1974, S. 396-400; POWITZ, Gerhard: Die datierten Handschriten der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main (Datierte Handschriften in Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland 1), Stuttgart 1984, S. 41, Abb. 1; BISCHOFF, Bernhard: Die Abtei Lorsch im Spiegel ihrer Handschriften (Geschichtsblätter Kreis Bergstraße. Sonderbd. 10), 2., erw. Aufl. Lorsch 1989, S. 53, 54, 104f.; KRÄMER, Sigrid: Handschriftenerbe des deutschen Mittelalters, Teil 1 u. 2 (Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz. Ergänzungsbd. 1), München 1989, S. 244, 498; BISCHOFF, Bernhard: Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts (mit Ausnahme der wisigotischen), Bd. 1, Wiesbaden 1998, Nr. 1258; BIERBRAUER, Katharina: Der Rahmen, in: Johannes FRIED (Hg.): Der Lorscher Rotulus. Vollständige Faksimile-Ausgabe der Handschrift Ms. Barth. 179 der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Kommentar (Codices selecti 99*), Graz 2004, S. 33-39; HOFFMANN 2004a = HOFFMANN, Hartmut: Paläographische Beschreibung des Lorscher Rotulus, in: ebd., S. 27-31; HOFFMANN 2004b = HOFFMANN, Hartmut: Schreibschulen des 10. und 11. Jahrhunderts im Südwesten des Deutschen Reichs. Mit einem Beitrag von Elmar Hochholzer, Text- u. Tafelbd. (MGH Schriften 53.1-2), Hannover 2004, Textbd., S. 178; KRÜGER, Astrid: Beschreibung der Handschrift, in: Johannes FRIED (Hg.): Der Lorscher Rotulus. Vollständige Faksimile-Ausgabe der Handschrift Ms. Barth. 179 der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Kommentar (Codices selecti 99*), Graz 2004, S. 51-61; EXNER, Matthias: Buchmalerei im Kloster Lorsch. Frühmittelalterliche Miniaturen aus dem Skriptorium des Reichsklosters, in: Hessisches Landesmuseum Darmstadt u. Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (Hgg.): Kloster Lorsch. Vom Reichskloster Karls des Großen zum Weltkulturerbe der Menschheit. Ausstellung Museumszentrum Lorsch, 28.5.2011-29.1.2012, Petersberg 2011, S. 330-356, hier S. 340
Angaben zum Äußeren der Handschrift:Pergament
 Aufbewahrung: heute in Seidenpapier umwickelt; s. auch Kommentar zur Provenienz
K10plus-PPN:1651236348
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