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Universitätsbibliothek Heidelberg
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 Bildliche Darstellung Online-Ressource
Titel:Ansicht von Südsüdosten mit Kirche (Kirchturm als Chorturm mit Schlitzscharten) sowie (einst festem) Langhaus über Kirchhofmauer-17102010
Titelzusatz:Ansicht von Südsüdosten mit Kirche (Kirchturm als Chorturm mit Schlitzscharten) sowie (einst festem) Langhaus über Kirchhofmauer
E-Jahr:1404
Jahr:2005
Schlagwörter:(f)Bildliche Darstellung
 (g)Ellmendingen / Evangelische Pfarrkirche
 (s)Quadermauer / (s)Wehrturm / (s)Schießscharte / (s)Architektur / (s)Wehrkirche
Datenträger:Online-Ressource
HeidICON:Beschreibung: Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden; Neunter Band: Kreis Karlsruhe; Siebente Abteilung (1938);Ellmendingen; Pfarrkirche; Erste Erwähnung einer Kirche, deren Patronat damals durch Schenkung an Kloster Hirsau gelangt, gegen 1100; 1170 wird sie als Pfarrkirche bezeichnet. Die Pfarre wurde 1488 von Hirsau, die 1388 von Markgraf Bernhard I. gestiftete Frühmesse von der Markgrafschaft verliehen. Im Jahre 1523 befand sich das Patronat bei Herrenalb.; Lage:; Im Ort südlich der Hauptstraße und des Arnbachs auf ansteigendem Gelände hoch gelegen. Der Kirchhof ist auf der nördlichen und nordöstlichen Seite noch von einem doppelten, teils erneuerten Mauerring umschlossen. Der untere Ring läuft im Norden unmittelbar am Bachufer entlang (hier war um 1870 noch eine Steinbrücke mit Strompfeiler) und biegt dann nach Westen ab. In diesem Mauerstück vier Strebepfeiler und ein zugesetztes, halbrund geschlossenes Portal. Nach Süden zu nur eine Mauer von etwa 3 Meter Außenhöhe. In der Ortsbeschreibung von 1803 wird gesagt, daß „vor vielen Jahren“ eine Zugbrücke den Zugang zum Kirchhof gebildet habe. Auch der Ellmendinger Kirchhof war also eine Wehranlage.; Baugeschichte:; Von dem gegen 1100 genannten Bau ist nichts erhalten; der mächtige Chorturm im Osten, der älteste Teil der heutigen Kirche, wurde vielmehr nach der am 6. Quader der Südostecke in gotischer Minuskel angebrachten Bauinschrift erst am Fronleichnamstag 1404 begonnen. Über die Größe des zugehörigen Langhauses läßt sich nichts ermitteln, da die an der Westseite des Turmes im heutigen Langhausdachboden erhaltenen Reste von zwei Dachanfällen mit Steinplatten zu unbestimmt sind.; Im Jahre 1521 „supplieren“ die Einwohner an den Markgrafen Philipp I. von Baden wegen Erbauung eines neuen und zweifellos größeren Langhauses.; Das 1522 begonnene neue Langhaus, das auf beiden Längsseiten je ein Portal und zwei hohe Maßwerkfenster trägt, ist besonders erwähnenswert durch die Planung eines auch im Vertrag erwähnten eingezogenen Turms in der nordwestlichen Ecke des Langhauses. Freilich stockte der Bau dieses zweiten Turmes, der aus dem Vorbild der Pforzheimer Stiftskirche und wohl aus fortifikatorischen Gründen zu erklären ist, als er über das Hauptgesims des Langhauses hinaus fortgeführt werden sollte. Wahrscheinlich ging der Gemeinde das Geld aus. Am heutigen Bau ist der Turmstumpf am deutlichsten im Aussenbau an der Nordseite zu erkennen, wo die Turmmauer gegenüber der Langhausmauer um 0,65 m vorspringt und statt des Langhaus Hauptgesimses ein Wasserschlag etwa 0,60 cm unter der Oberkante des Turmstumpfes sichtbar ist. An der Westmauer ist die Mauerverstärkung an die Innenseite verlegt. Die beiden im Langhaus-Inneren aufgeführten Turmmauern waren in zwei Spitzbogen aufgelöst.
 Epoche: Gotisch
 Ort/Gebäude: Ellmendingen / Evangelische Pfarrkirche
 Schlagwort: Quadermauer; Wehrturm; Schießscharte; Architektur; Wehrkirche
 Copyright: Dieter-Robert Pietschmann/Ines Coonaham
 Pool: Kirchenburgen
 
 
Lokale URL UB: Zum Bild

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